„Ich kann das nicht!“

 

Wörter, die wir aus der Turnhalle verbannen sollten:

„Ich kann das nicht!“

Nicht können bedeutet, dass etwas in der Zukunft nicht passieren wird. Denk darüber nach. Es gibt nur wenige Sachen, die du wirklich nicht kannst. Klar, du kannst nicht fliegen oder die Luft für mehr als ein paar Minuten anhalten. Wenn du keinen Salto turnen kannst, dann ist das so, weil du es noch nicht kannst oder noch nicht gelernt hast, wie das funktioniert. Verwende also besser „noch nicht“. Oder wenn dich etwas anderes, wie eine Verletzung oder Angst davon abhält, etwas zu tun, dann sag das deinem Trainer. Aber bitte streiche „Ich kann das nicht“ für immer aus deinem Gedächtnis.

Müssen

Wer etwas tun muss, der hat keine Wahl. Manche Dinge müssen wir tun: Atmen, Essen und Trinken, um am Leben zu bleiben. Es wird aber niemand gezwungen, zum Training zu gehen. Du darfst in die Turnhalle kommen und dich verbessern. Du musst kein Krafttraining machen. Aber du entscheidest dich dafür, um a) stärker zu werden und genügend Kraft für das Training zu bekommen und b) aus Respekt vor deinen Trainern, die dich darum bitten. Du „musst“ auch nicht auf deine Eltern hören, aber vom Ergebnis, wenn du es nicht tust, wirst du nicht begeistert sein.

Sollen

„Sollte“ impliziert, dass etwas eine Last ist. „Ich sollte ins Training gehen!“ zeigt fehlendes Engagement. „ich sollte heute noch Laufen gehen“ hilft dir nicht dabei, deine Ausdauer zu verbessern. Ersetze „sollte“ mit „ich werde“ und „ich will“. Oder entscheide dich dagegen: „ich werde auf keinen Fall“, auch wenn du deinen Zielen an diesem Tag damit nicht näher kommen wirst. Es ist deine Entscheidung. Mach sie klar und deutlich.

Versuchen

Die Sache mit „versuchen“ oder „probieren“ ist nicht ganz so einfach. Versuchen an sich ist kein schlechtes Wort. Wenn versuchen bedeutet, dass du dein Bestes gibst, egal was kommt, dann ist es ein tolles Konzept. Sollte „ich versuche es“ jedoch heißen, dass du dich nur ein kleines bisschen mehr anstrengst und keine Kritik bekommen möchtest, wenn es nicht klappt, dann ist „versuchen“ nicht Ordnung.

Unmöglich

Unmöglich beendet jedes Gespräch. Wenn etwas „unmöglich“ ist, dann hat es auch keinen Sinn mehr, darüber zu diskutieren oder eine Lösung für das Problem zu finden. Schwierig? Ja. Kompliziert? Ja. Unmöglich? Nein. Ähnlich wie unmöglich ist übrigens „nie“. Wenn du glaubst, dass du nie einen Flickflack am Balken lernen wirst, dann wird das auch so sein. Alternativen sind hier „Ich weiß nicht, wie das funktionieren soll“, „Ich brauche Hilfe dabei“ oder „Das ist eine Herausforderung für mich“.

Comments are closed here.