Soll ich – oder soll ich nicht?

Du stehst auf dem Schwebebalken und sollst einen Flickflack turnen. Du bist aufgeregt, nervös, willst eigentlich turnen. Du setzt an – und turnst doch nicht. Anlauf am Sprung. Anstatt zu springen läufst du einfach am Tisch vorbei. Diese Situationen kennt wohl jeder. Elemente zu verweigern ist auf Dauer nervig für Turner und Trainer, besonders bei Wettkämpfen. Deswegen gibt es heute einige Ideen, wie du damit besser umgehen könntest.

Sei dein eigener innerer Trainer

Statt ungeduldig, genervt oder frustriert zu werden, solltest du dich wieder beruhigen. Elemente nicht zu turnen ist zwar ein Problem, du kannst es aber mit ein paar Tricks und viel Übung in den Griff bekommen.  Das REALE Problem ist nicht, den Versuch zu verweigern, sondern die REAKTION darauf. Wütend, aufgebracht oder ängstlich zu reagieren macht die Situation nicht besser, sondern schlechter. Stattdessen kann es helfen, positiv zu denken: „Okay, … klappt heute einfach nicht. Vielleicht liegt das an dem Sturz von letzter Woche. Ich werde es wieder schaffen, wenn nicht heute, dann morgen, und wenn nicht morgen, dann übermorgen.“

Bitte um Hilfestellung

Wenn du dich wieder gesammelt hast, dann kannst du auch einfach deine Trainer bitten, dich zu halten oder zumindest vorsichtshalber in die Nähe zu stellen. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein guter Weg, um sich sicherer zu fühlen.

Matten hinlegen

Zusätzliche Matten, z.B. unter dem Stufenbarren oder Schwebebalken und Balkenpolster können dir auch dabei helfen, dich zu überwinden. Gerade am Balken funktioniert es häufig bei neuen Teilen, einen Mattenblock oder mehrere, aufeinander gestapelte Matten unter dem Originalbalken zu verwenden, und diese dann Schritt für Schritt abzubauen.

Ein Schritt zurück

Wenn Elemente plötzlich nicht mehr klappen wollen und es sich anfühlt, als ob das Gehirn irgendwie verknotet wäre, dann mache „einen Schritt zurück“. Vom hohen Balken auf einen niedrigen, vom niedrigen Balken auf eine Linie. Salti und Schrauben mit Landematte, in die Schnitzelgrube oder im Trampolin. Anschließend kannst du dich wieder „nach oben arbeiten“ – ganz ohne Frust, Ärger und schlechte Laune.

Anderes Gerät

An manchen Tagen ist es wie verhext. Man fällt ständig vom Balken, auch beim zehnten Versuch sind die Beine krumm,… Nach einer kleinen Pause hilft es da oftmals, ein anderes Teil zu üben oder – wenn gar nichts mehr geht – das Gerät zu wechseln und am neuen Gerät wieder neu zu beginnen. Wichtig dabei: einfach abhaken und sich nicht länger damit beschäftigen. Geduld ist der Schlüssel zum Erfolg!

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